SpiroTiger-Ausdauertraining

vs. Widerstandstraining    

Die Atemmuskulatur

Uebersicht über die Vielzahl der beteiligten Muskelgruppen:

 

Abbildung:          
Beteiligte Muskelgruppen bei der Ein- und Ausatmung (streng genommen werden praktisch alle Muskelgruppen im Oberkörper einen Beitrag leisten bei forcierter Atmung unter körperlicher oder krankheitsbedingter Belastung).

Wissenswertes zur Atemmuskulatur

Die Atemmuskulatur ist die einzige lebenswichtige Skelettmuskulatur. Sie wird mit Abstand am häufigsten eingesetzt, denn sie arbeitet rund um die Uhr, pausenlos - und zwar über 20'000 Atemzyklen pro Tag. Eine wahre Höchstleistung im Ausdauerbereich! Entsprechend wichtig ist die Ausdauerfähigkeit dieser Muskulatur.

Bei Gesunden sind während der Atmung keine Widerstände zu überwinden, die Luft strömt ungehindert ein und aus, selbst bei intensiver Belastung!

Bei Patienten stimmt dies zu einem grossen Teil imme noch. Obwohl bei z.B. COPD-Patienten ein erhöhter Atemwiderstrand durch die Veregnung gegeben ist, erschöpft die Atemmuskulatur nicht auf Grund der fehlenden Kraft, die Luft durch diese Obstruktion zu befördern sondern daran, dass sie diese Kraft nicht wiederholt aufbringen kann, also die (Kraft-)Ausdauer nicht besitzt.

In Ruhe ist das Zwerchfell hauptverantwortlich bei der Einatmung (Inspiration), die Ausatmung (Expiration) erfolgt passiv, in dem sich das elastische Lungengewebe wieder entspannt. Bei erhöhter körperlicher Leistung steigen jedoch die Anforderungen an die Atemmuskulatur. Die Atemfrequenz wird erhöht. Sowohl die Ein- als auch die Ausatmung erfolgen jetzt aktiv. Der prozentuale Anteil des Zwerchfells bei der inspiratorischen Atemleistung wird kleiner, da es zusätzlich unterstützt wird durch dei Atemhilfsmuskulatur. Die Expiration wird ebenfalls aktiv durchgeführt.

Dieses Zusammenwirken der Vielzahl der Muskelgruppen erfordert eine ausgezeichnete Muskelkoordination. Nicht nur unter- sondern auch zwischeneinander muss die inspiratorische bzw. exspiratorische Muskulatur optimal zusammen spielen (intra- und intermuskuläre Koordination). Die Atmung als Gesamtheit ist wichtig - das Training in der Bewegungskette ist essentiell!

Ermüdet die Atemmuskulatur, so wird diese Muskelkoordination beeinträchtigt. Eine schlechte Koordination kann jedoch zu einem erhöhten, unökonomischen Kraftaufwand und dadurch zur Verkrampfung der entsprechenden Muskulatur führen. Zusätzlich kommt hinzu, dass bei Erschöpfung ein unwillkürlicher, körpereigener Schutzmechanismus (sog. neuroc